Kreditkarten-Vergleich: die richtige Karte je Einsatz
Kreditkarten-Vergleich: die richtige Karte je Einsatz
Die meisten Karten, die Kreditkarte heißen, gewähren gar keinen Kredit – und ob eine Karte günstig ist, entscheidet selten die Jahresgebühr. Vier Kartenarten, fünf Kostenposten von Bargeld bis Teilzahlung, die Klauseln der mitgelieferten Versicherungen und eine Entscheidungshilfe nach Einsatz: Alltag, Reise, Geschäftsreise, Premium oder schwache Bonität. Die Konditionen liefert unser Vergleich aus den Preisverzeichnissen der Herausgeber.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Janine El-SaghirAls erfahrene Redakteurin bei der qmedia GmbH hat sich Janine El-Saghir auf den Bereich der Finanzprodukte für Verbraucher und Unternehmen spezialisiert. Sie verfügt über tiefgreifendes...Mehr erfahren
25 € StartguthabenInnerhalb der ersten 6 Monate nach Kartenerhalt einen Umsatz von mindestens 1.200 €. Bitte beachten Sie die Bedingungen auf der Anbieterseite.
50 € Mindestbetrag für Bargeldabhebungen am Geldautomaten. Ist der verfügbare Betrag niedriger, können auch geringere Beträge ausgezahlt werden. Fremdwährungen sind von diesem Mindestbetrag ausgenommen.
200 € Startguthaben + 15.000 Membership Rewards PunkteNach Belastungen mit Ihrer Business Platinum Hauptkarte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 10.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 200 € auf Ihr Kartenkonto. Zusätzlich bekommen Sie nach Belastungen mit Ihrer Karte von mindestens 15.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb des 4. bis 6. Monats nach Kartenerhalt eine Gutschrift in Höhe von 15.000 Membership Rewards® Punkten auf Ihr Kartenkonto. Die erste Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate und die zweite Gutschrift nach Ablauf der ersten 6 Monate mit der jeweils nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
über 1.000 € jährliches Reise-, Coworkig- & Technologieguthaben
150 € StartguthabenNach Belastungen mit Ihrer Business Gold Karte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 5.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 150 € auf Ihr Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate mit der nächstmöglichen Abrechnung.
Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
Kostenlos nur mit Aktivstatus: ab einem monatlichen Geldeingang von 700 € (3 Monate in Folge und dann dauerhaft) oder bis zum Alter von 28 Jahren.Neukunden erhalten in den ersten 3 Monaten den Aktivstatus, wenn sie kein anderes Girokonto bei der DKB haben oder in den vergangenen zwölf Monaten hatten.Ohne Aktivstatus fallen Kontoführungsgebühren von 4,50 € an.
Bargeld
0 €
Deutschland
0 €
Eurozone
0 €
Fremdwährung in EWR
2,2 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,2 %
Hinweis
Der kostenlose Bargeldbezug im In-und Ausland gilt nur für Kunden mit Aktivstatus. Diesen erhält man nur mit einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang von 700 €.Ohne Aktivstatus fallen Gebühren von 2,20 % an.
50 € Mindestbetrag für Bargeldabhebungen am Geldautomaten. Ist der verfügbare Betrag niedriger, können auch geringere Beträge ausgezahlt werden. Fremdwährungen sind von diesem Mindestbetrag ausgenommen.
Eine digitale Mastercard Debit ist bei bunq Free ohne Jahresgebühr enthalten.
Bargeld
2,99 €
Deutschland
2,99 €
Eurozone
2,99 €
Fremdwährung in EWR
2,99 € + 0 % Währungsumrechnung
Außerhalb EWR / Weltweit
2,99 € + 0 % Währungsumrechnung
Hinweis
Bargeldabhebungen kosten jeweils 2,99 € und sind nur an Geldautomaten möglich, die kontaktlose Abhebungen per Apple Pay oder Google Pay unterstützen. Zusätzlich können Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen.
Kostenloses Bankkonto ohne monatliche Grundgebühr
Kostenlose digitale Mastercard Debit
Deutsche IBAN bei Kontoeröffnung aus Deutschland
Englische Website, App und Kontoeröffnung
Unterstützt Apple Pay und Google Pay
Bis zu 3,01 % variable Zinsen über das separate bunq Sparkonto
12 kostenlose Abhebungen pro Jahr inklusive, danach: 1,95 % (mind. 5,98 €)
Eurozone
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 1,95 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Fremdwährung in EWR
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 2,54 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich Währungsumrechnungsentgelt in Höhe von 0,59 % auf den Euro-Referenzwechselkurs der Europäischen Zentralbank
Außerhalb EWR / Weltweit
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 3,7 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich 1,75 % Auslandseinsatzentgelt.
eff. Jahreszins
10,2 %
Jährlich 12 x kostenloser Bargeldbezug in Deutschland
Jährlich 25 x kostenloser Bargeldbezug im Ausland
Kostenlose bargeldlose Zahlungen in der Euro-Zone
Umfassendes Versicherungspaket
Priority Pass
Weltweite Akzeptanz durch Duo aus Mastercard und Visa
Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.
Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie die Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: kreditkarte24.de: kreditkarte24.de
Das Wichtigste in Kürze
„Kreditkarte“ ist ein Sammelbegriff für vier Kartenarten mit drei Abrechnungsmodellen: Charge Card, echte Kreditkarte mit Teilzahlung, Debitkarte und Prepaid-Karte. Nur die ersten beiden gewähren einen Kredit.
Die Stiftung Warentest zieht die Grenze für eine günstige Karte bei 30 Euro im Jahr – Jahresgebühr und Nutzungsentgelte zusammen. Mehrere Karten ohne Jahresgebühr erreichen das nur, wenn die Teilzahlung abgeschaltet ist.
Bei den teuersten Karten liegt der effektive Jahreszins der Teilzahlung nahe 25 Prozent. Bei drei von sieben Karten, von denen die Warentester abraten, lässt sich die Teilzahlung gar nicht abwählen.
Die Reiseversicherungen der Premiumkarten haben bei 25 von 28 getesteten Karten „nur geringe oder sehr geringe Versicherungsleistungen“. Eine eigene Auslandskrankenversicherung gibt es ab 8 Euro im Jahr.
Für Hotel- und Mietwagenkautionen ist eine Karte mit Kreditrahmen die verlässliche Wahl; Debit- und Prepaid-Karten werden dort nicht überall akzeptiert.
In Deutschland waren Ende 2025 rund 36,7 Millionen Kreditkarten im Umlauf, davon nur 6,8 Millionen mit echter Kreditfunktion – gegenüber 181 Millionen Debitkarten. Die meisten Karten, die „Kreditkarte“ heißen, gewähren also gar keinen Kredit. Und von den 30 Kreditkarten, die die Stiftung Warentest zuletzt untersucht hat, nennt sie nur sieben „gut und günstig“. Der Unterschied zwischen einer passenden und einer teuren Karte liegt selten in der Jahresgebühr. Er liegt in vier Posten, die erst im Preisverzeichnis stehen: Bargeld, Fremdwährung, die voreingestellte Teilzahlung und die Bedingungen der mitgelieferten Versicherungen.
Der Vergleich oben führt die Karten mit den Konditionen aus den Preisverzeichnissen der Herausgeber und unserer eigenen Produktdatenbank. Der Text darunter erklärt, was die Spalten bedeuten, wo die Karten sich wirklich unterscheiden und welche Kartenart zu welchem Einsatz passt (Stand: 15.09.2026).
Vier Kartenarten, drei Abrechnungsmodelle
Was auf der Karte steht, sagt wenig darüber, wie sie abrechnet. Entscheidend ist, wann das Geld vom Konto geht und ob der Herausgeber einen Kredit einräumt.
Charge Card: Sammelrechnung, voller Ausgleich
Die Charge Card sammelt alle Umsätze eines Monats und zieht die Summe zum Stichtag vollständig vom Girokonto ein. Bis dahin ist der Betrag zinsfrei gestundet, danach gibt es keine Raten. Die Karten von American Express und die Kreditkarte der DKB arbeiten nach diesem Modell. Der Herausgeber prüft die Bonität, weil er bis zum Stichtag in Vorleistung geht.
Echte Kreditkarte: Teilzahlung mit Zinsen
Die echte Kreditkarte, in den Preisverzeichnissen meist „Revolving Card“ genannt, erlaubt es, die Monatsrechnung in Raten zu zahlen. Rechtlich ist der Kartenrahmen ein Verbraucherdarlehen nach § 491 BGB, der Herausgeber muss die Kreditwürdigkeit nach § 505a BGB prüfen. Die BaFin beschreibt den Mechanismus so: „Wer diese Option nutzt, nimmt einen Kreditkartenkredit auf, der regelmäßig verzinst wird.“ Bei einigen Karten sei die Teilzahlung voreingestellt, bei anderen werde sie per App aktiviert. Wer die Rechnung jeden Monat vollständig ausgleicht, nutzt eine solche Karte wie eine Charge Card – und zahlt keine Zinsen. Wie die Voreinstellung wirkt und wie Sie sie abschalten, steht auf der Seite zur Kreditkarte mit Teilzahlung.
Debitkarte: sofortige Belastung, kein Kredit
Die Debitkarte von Visa oder Mastercard sieht aus wie eine Kreditkarte und läuft über dieselben Netze, belastet aber jeden Umsatz sofort dem Girokonto. Es gibt keinen Kreditrahmen und keine Teilzahlung. Die Verbraucherzentrale beschreibt den Unterschied, der im Alltag zählt: „Debitkarten werden bei vielen Banken kostenlos zum Girokonto ausgegeben. Kreditkarten kosten in der Regel extra.“ Und: „Im Ausland werden Kreditkarten häufiger akzeptiert als Debitkarten“. Die Stiftung Warentest berichtet von „vereinzelt“ auftretenden Akzeptanzproblemen, vor allem bei Hotel- und Mietwagenbuchungen. Die Debitkarten von DKB, ING, N26, comdirect und Trade Republic gehören in diese Gruppe.
Prepaid-Karte: erst aufladen, dann bezahlen
Die Prepaid-Karte funktioniert nur mit vorher aufgeladenem Guthaben. Es gibt keine Bonitätsprüfung im Sinne eines Kredits, dafür oft Jahres- oder Ladeentgelte, und das Guthaben ist bei einem E-Geld-Institut keine gesetzlich gesicherte Einlage. Die Bundesbank zählt die Karten mit E-Geld-Funktion seit 2023 rückläufig, von 13,7 auf 4,9 Millionen. Was diese Karten können und was sie kosten, steht auf der Seite zur Prepaid-Kreditkarte.
Fünf Posten entscheiden, was eine Karte im Jahr kostet
Die Warentester rechnen für zwei Modellkunden – einen Einkäufer mit 5.500 Euro Umsatz und einen Reisenden mit zwei Auslandsreisen und sieben Bargeldabhebungen – die Jahreskosten jeder Karte aus, Preis ab dem zweiten Jahr. Das Ergebnis reicht von 0 bis 136 Euro, und die Grenze für „günstig“ liegt bei 30 Euro im Jahr. Dieselben fünf Posten bestimmen auch bei Ihrer Karte den Preis.
Jahresgebühr
Die Jahresgebühr ist die einzige Zahl, die jeder Anbieter groß schreibt. Bei den Karten in unserem Vergleich reicht sie von 0 Euro bis zu 720 € für die American Express Platinum Card. Sie sagt aber wenig über die Gesamtkosten: Mehrere Karten ohne Jahresgebühr kommen bei den Modellkunden der Warentester nur dann auf 0 Euro, wenn die Teilzahlung deaktiviert ist – darunter die Hanseatic Bank GenialCard, die awa7 Visa und die Deutschland-Kreditkarte Classic. Die BaFin bringt es auf einen Satz: „Viele Karten kommen ohne Jahresgebühr aus, doch die übrigen Bedingungen haben es oft in sich“.
Bargeld am Automaten
Für dieselbe Abhebung von 200 Euro verlangt eine Karte nichts, eine andere 3,95 Euro je Auftrag und eine dritte 4 Prozent des Betrags, mindestens 5 Euro. Die Hanseatic-Gruppe (GenialCard, awa7, Deutschland-Kreditkarte) berechnet im Inland 3,95 Euro je Abhebung und im Ausland nichts, verlangt aber mindestens 50 Euro je Abhebung. American Express nimmt 4 Prozent, mindestens 5 Euro. Bei TF Bank und Advanzia kostet die Abhebung selbst nichts, dafür laufen auf Bargeld Zinsen ab dem Transaktionstag – ein zinsfreies Zahlungsziel gibt es dafür nicht (Preisverzeichnisse der Herausgeber, Stand: 15.09.2026). Dazu kommen Entgelte der Automatenbetreiber im Ausland, die keine Karte erstattet.
Fremdwährung
Außerhalb des Euroraums schlagen viele Karten ein Auslandseinsatzentgelt auf den Umsatz auf, üblich sind 1,5 bis 2,35 Prozent. Bei 3.000 Euro Reiseumsatz sind das 45 bis 71 Euro im Jahr – mehr als manche Jahresgebühr. Die Karten ohne Auslandseinsatzentgelt stehen in der Tabelle unten mit „0 %“. Zusätzlich entscheidet der Umrechnungskurs: Visa und Mastercard rechnen zu eigenen Kursen um, American Express veröffentlicht den Vergleich mit dem EZB-Referenzkurs auf der eigenen Website.
Zins bei Teilzahlung
Wer die Rechnung nicht vollständig ausgleicht, zahlt Zinsen auf den Rest. Bei den teuersten Karten liegt der effektive Jahreszins „bei fast 25 Prozent“; in der Tabelle unten reicht die Spanne von 16,72 bis 25,09 Prozent. Die Höhe ist das eine, die Voreinstellung das andere. Dazu mehr im Abschnitt zur Teilzahlung.
Versicherungen und Zusatzleistungen
Gold- und Platinkarten werben mit Reiseversicherungen, Lounge-Zugang und Bonusprogrammen. Die Finanztest-Untersuchung von 28 Premiumkarten kommt zu dem Ergebnis, dass „bei ganzen 25 von 28 getesteten Karten“ die Auslandskrankenversicherung „nur geringe oder sehr geringe Versicherungsleistungen“ bietet – wegen Ausschlüssen für Vorerkrankungen, Altersgrenzen und Einschränkungen beim Rücktransport. Ob eine Zusatzleistung den Aufpreis wert ist, lässt sich nur mit dem eigenen Reiseverhalten rechnen. Den Vergleich mit einzeln abgeschlossenen Policen führt der Abschnitt zu Reise und Geschäftsreise.
Neun Karten, vier Kartenarten: die Preisverzeichnisse im Vergleich
Die Tabelle stellt je Kartenart typische Vertreter aus dem Vergleich oben nebeneinander. Jahresgebühr, Auslandseinsatzentgelt und Teilzahlungszins kommen aus unserer eigenen Produktdatenbank und werden laufend nachgeführt; die Bargeldentgelte stammen aus den Preisverzeichnissen und vorvertraglichen Informationen der Herausgeber.
Kreditkarten im Vergleich nach Kartenart – Konditionen laut Preisverzeichnis der Herausgeber und unserer eigenen Produktdatenbank (Stand: 15.09.2026)
Karte (Kartenart)
Jahresgebühr
Auslandseinsatz
Bargeld
Effektivzins Teilzahlung
Worauf zu achten ist
Hanseatic Bank GenialCard (echte Kreditkarte)
0 €
0 %
Inland 3,95 € je Auftrag, Ausland 0 €; mindestens 50 € je Abhebung
19,92 %
Teilzahlung voreingestellt, in der App abschaltbar; keine Partnerkarte
Mindestrate 3 %, mindestens 30 €; Teilzahlung nicht abwählbar; die Warentester raten ab
Santander BestCard Basic (echte Kreditkarte)
0 €
1,85 %
3,50 % des Betrags, mindestens 5,75 €
16,72 %
1 % Tankrabatt bis 24 € im Jahr; Herausgeberin ist die Openbank Deutschland AG
American Express Blue Card (Charge Card)
0 €
2 %
4 % des Betrags, mindestens 5 €
keine Teilzahlung
Erste Zusatzkarte kostenfrei; Akzeptanz geringer als bei Visa und Mastercard
DKB Visa Debitkarte (Debitkarte)
0 €
2,2 %
Ausland 0 € für Aktivkunden
kein Kredit
Nur mit DKB-Girokonto; Kaution bei Hotel und Mietwagen nicht überall möglich
Hanseatic Bank GoldCard (echte Kreditkarte)
58,80 €
0 %
0 € weltweit; mindestens 50 € je Abhebung
25,79 %
Auslandskrankenversicherung ohne Karteneinsatz-Bedingung, 62 Reisetage; Effektivzins enthält das Kartenentgelt
American Express Platinum Card (Charge Card)
720 €
2 %
4 % des Betrags, mindestens 5 €
keine Teilzahlung
Lounge-Zugang, Mietwagen-Vollkasko bis 75.000 € mit 200 € Selbstbehalt; Versicherungen setzen Kartenzahlung voraus
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse, vorvertragliche Informationen und Versicherungsbedingungen der Herausgeber (Hanseatic Bank V1.07.2026, TF Bank 24.06.2026, Advanzia Juli 2026, Openbank/Santander Juli 2026, American Express Juli 2026, DKB 01.06.2026) und unsere eigene Produktdatenbank, abgerufen am 15.09.2026. Bargeldentgelte ohne die Entgelte der Automatenbetreiber. „Die Warentester raten ab“ bezieht sich auf Stiftung Warentest, Finanzen 4/2026.
Die Teilzahlung ist bei vielen Karten voreingestellt
Im Auftrag der BaFin wurden im Mai 2025 1.722 Personen zur Nutzung ihrer Kreditkarten befragt. Zehn Prozent der Kartennutzer hatten in den zwölf Monaten davor Abrechnungen in Raten abbezahlt. „Bei 76 Prozent davon wurde die Ratenzahlungsoption durch das Kreditinstitut voreingestellt und nicht aktiv von den Nutzenden ausgewählt. 70 Prozent kennen den jeweiligen Zinssatz für ihre Ratenzahlungen nicht“. Drei Viertel der Befragten glaubten, ungefähr zu wissen, wie Kreditzinsen berechnet werden; bei einer Beispielrechnung kamen 80 Prozent nicht auf das richtige Ergebnis.
Die Mechanik dahinter ist die Mindestrate. Sie beträgt meist 2, 3, 5 oder 10 Prozent des offenen Saldos mit einer Untergrenze zwischen 15 und 50 Euro. Die BaFin rechnet vor, was das bedeutet: „Nach der Zahlung bleiben also mindestens 90 Prozent der Schulden bestehen“. Bei Advanzia lautet die Regel laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vom Juli 2026: 3 Prozent des Gesamtrechnungsbetrags, mindestens 30 Euro. Bei 1.000 Euro Saldo und 22,27 Prozent Sollzins entfallen von der 30-Euro-Rate rund 18,60 Euro auf Zinsen und nur 11,40 Euro auf die Tilgung.
Voreinstellung prüfen, bevor die erste Rechnung kommt
Bei der GenialCard, der Deutschland-Kreditkarte, der Santander BestCard und weiteren Karten ist die Teilzahlung ab Vertragsbeginn aktiv. Sie lässt sich in der App oder im Online-Banking auf den vollständigen Einzug umstellen – bei der Hanseatic Bank heißt die Funktion „zinsfreier Kompletteinzug“. Bei Advanzia, TF Bank und der Miles & More MyFlex Credit Card lässt sich der automatische Vollausgleich per Lastschrift nicht einrichten; dort zahlen Sie die Rechnung selbst per Überweisung, sonst laufen Zinsen. Die easybank berechnet für den 100-Prozent-Einzug 2 Euro im Monat.
Ab dem 20. November 2026 ändert sich die Rechtslage: Das Gesetz zur Umsetzung der neuen Verbraucherkreditrichtlinie streicht die bisherigen Ausnahmen für Kleinkredite unter 200 Euro und für Kredite mit kurzer Laufzeit, verlangt eine „eingehende“ Kreditwürdigkeitsprüfung und schreibt in der Werbung für Kredite den Warnhinweis „Achtung! Kreditaufnahme kostet Geld“ vor. Für Karteninhaber bedeutet das vor allem eine monatliche Unterrichtung über den Stand des Kartenkredits. Die Zinssätze selbst regelt das Gesetz nicht.
Reise und Geschäftsreise: Fremdwährung, Kaution, Versicherungen
Auf Reisen entscheiden drei Dinge über die Karte: das Auslandseinsatzentgelt, die Kautionsfähigkeit und die Versicherungsbedingungen.
Fremdwährung und Bargeld
Wer regelmäßig außerhalb des Euroraums bezahlt, spart mit einer Karte ohne Auslandseinsatzentgelt mehr als mit jeder kostenlosen Karte, die 1,5 bis 2 Prozent aufschlägt. Bei den Karten der Hanseatic-Gruppe, der TF Bank und von Advanzia liegt das Entgelt bei 0 Prozent, bei American Express bei 2 Prozent, bei der Santander BestCard Basic bei 1,85 Prozent laut vorvertraglicher Information. Am Automaten kommt das Entgelt des Betreibers dazu, und die Frage, ob die Karte ein zinsfreies Zahlungsziel für Bargeld kennt.
Kaution bei Hotel und Mietwagen
Für die Kaution blockiert der Vermieter einen Betrag auf der Karte, ohne ihn abzubuchen. Das setzt einen Verfügungsrahmen voraus. Europcar schließt in seinen Allgemeinen Vermietbedingungen Prepaid-Karten ausdrücklich aus und akzeptiert Debitkarten von Visa und Mastercard nur bis zu einer bestimmten Fahrzeugkategorie; Hertz akzeptiert Debitkarten an allen Stationen. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, für Hotel- oder Mietwagenbuchungen „besser eine echte Kreditkarte“ mitzunehmen.
Was die mitgelieferten Versicherungen taugen
Die Auslandskrankenversicherung einer Karte ist nur so viel wert wie ihre Klauseln. Drei davon entscheiden: der Karteneinsatz, die Altersgrenze und die Rücktransportklausel. Bei TF Bank und Advanzia greift der Schutz nur, wenn mindestens 50 Prozent der Transportkosten mit der Karte bezahlt wurden; bei Bank Norwegian sind es für Neuverträge seit dem 20. August 2026 75 Prozent der Transport- und Übernachtungskosten. Der Schutz endet bei Bank Norwegian mit 65 Jahren, bei TF Bank und Advanzia gilt er über 70 nur noch 21 Tage je Reise und ab 75 gar nicht mehr. Die Hanseatic GoldCard und die Postbank-Karten versichern dagegen unabhängig vom Karteneinsatz und ohne Summenbegrenzung (Versicherungsbedingungen der Herausgeber, Stand: August 2026). Zum Vergleich: Eine eigene Auslandskrankenversicherung kostet laut Stiftung Warentest ab 8 Euro im Jahr, Familien zahlen um 30 Euro. Die Klauseln im Einzelnen stehen auf den Seiten zur Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung und zur Kreditkarte mit Mietwagenversicherung.
Gold und Platin: was der Aufpreis kauft
Zwischen 58,80 € für die Hanseatic GoldCard und 720 € für die American Express Platinum Card liegt ein Faktor zwölf. Der Aufpreis kauft Versicherungspakete, Lounge-Zugang, Concierge-Dienste und bei American Express ein Guthabenpaket für Reise-, Restaurant- und Mobilitätspartner, das nur bei den jeweiligen Partnern eingelöst werden kann. Seit die EU-Verordnung über Interbankenentgelte das Entgelt für Verbraucher-Kreditkarten im Vier-Parteien-System auf 0,3 Prozent des Umsatzes begrenzt, finanzieren sich Zusatzleistungen bei Visa- und Mastercard-Karten vor allem aus der Jahresgebühr. American Express betreibt ein Drei-Parteien-System und fällt nicht unter diese Begrenzung.
Der Lounge-Zugang ist ein Beispiel dafür, dass „inklusive“ genau gelesen werden muss: Bei der Postbank Mastercard Platinum ist die Priority-Pass-Mitgliedschaft enthalten, jeder Besuch kostet aber 33,32 Euro je Person, auch für den Karteninhaber; bei der American Express Platinum Card sind 50 Besuche im Kalenderjahr frei (Bedingungen der Herausgeber, Stand: August 2026). Für wen sich welche Premiumkarte rechnet, steht auf der Seite zu Gold- und Platin-Kreditkarten.
Ohne Schufa und ohne Bonitätsprüfung: was es wirklich gibt
Eine Karte mit Kreditrahmen ohne Bonitätsprüfung gibt es in Deutschland nicht – § 505a BGB verpflichtet den Herausgeber zur Prüfung. Auch Advanzia und TF Bank, die oft unter „ohne Schufa“ beworben werden, fragen Auskunfteien ab und melden den Vertrag dorthin. Was es gibt, sind Karten ohne Kredit: Debitkarten zum Girokonto und Prepaid-Karten auf Guthabenbasis. Bei den Prepaid-Anbietern kostet die Karte dann Geld – die PayCenter SupremaCard 79 Euro im Jahr, dazu 5 Euro je Abhebung (Entgeltverzeichnis des Anbieters, Stand: 05.09.2026). Die Verbraucherzentrale warnt vor Angeboten, die „kostenlos“ und „ohne Bonitätsprüfung“ zugleich versprechen: „Für die vermeintlich kostenfreien Kredite und Kreditkarten ohne Bonitätsprüfung werden meistens versteckte Kosten berechnet!“. Welche Wege bei schwacher Bonität tatsächlich offenstehen, steht auf der Seite zur Kreditkarte ohne Schufa.
Welche Kartenart zu welchem Einsatz passt
Entscheidungshilfe: Nutzungsprofil, passende Kartenart und die Bedingung, die den Ausschlag gibt (Stand: 15.09.2026)
Ihr Einsatz
Passende Kartenart
Worauf es ankommt
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Online-Einkäufe und Alltag im Euroraum, Rechnung wird immer voll bezahlt
Echte Kreditkarte ohne Jahresgebühr oder Charge Card
Teilzahlung nach Erhalt auf Vollzahlung stellen; Bargeldentgelt im Inland prüfen
Die Konditionen der einzelnen Karten liefert der Vergleich am Seitenanfang; die verlinkten Seiten erklären die Bedingungen je Kartentyp.
So nutzen Sie den Vergleich
Der Vergleich am Seitenanfang lässt sich nach Kartenart (Charge, Kreditkarte, Debit, Prepaid), nach Kartengesellschaft (Visa, Mastercard, American Express) und nach Merkmalen wie Bonusprogramm, Versicherungen oder Girokonto-Bindung filtern. Jede Karte zeigt Jahresgebühr, Auslandseinsatzentgelt, Bargeldkonditionen und Zinssatz aus unserer eigenen Produktdatenbank, die wir gegen die Preisverzeichnisse der Herausgeber pflegen. Der Knopf „Zum Anbieter“ führt zum Antrag beim Herausgeber; für Verträge, die darüber zustande kommen, erhalten wir eine Vergütung. Die Reihenfolge der Karten und die dargestellten Konditionen hängen davon nicht ab.
Was der Vergleich nicht kann: Ihre Bonität einschätzen. Ob ein Herausgeber Ihnen eine Karte mit Kreditrahmen gibt und mit welchem Limit, entscheidet er nach der Kreditwürdigkeitsprüfung. Und für den Verlustfall: Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar und aus dem deutschen Festnetz gebührenfrei; ob Ihr Herausgeber teilnimmt, steht auf der Website des Sperr-Notrufs.
Häufige Fragen zum Kreditkarten-Vergleich
In der Abrechnung. Eine Charge Card und eine echte Kreditkarte sammeln die Umsätze und rechnen sie monatlich ab; nur die echte Kreditkarte bietet dazu eine Teilzahlung mit Zinsen. Eine Debitkarte belastet jeden Umsatz sofort dem Girokonto, eine Prepaid-Karte funktioniert nur mit vorher aufgeladenem Guthaben. Kredit gewähren nur die ersten beiden – und nur dort prüft der Herausgeber die Kreditwürdigkeit nach § 505a BGB.
Keine mit Kreditrahmen: Der Herausgeber muss die Kreditwürdigkeit vor Vertragsschluss prüfen und fragt dafür bei Auskunfteien an. Was als „Kreditkarte ohne Schufa“ beworben wird, ist entweder eine Prepaid-Karte oder eine Debitkarte ohne Rahmen – oder eine echte Kreditkarte, deren Herausgeber trotzdem prüft. Vorsicht bei Angeboten, die „kostenlos“ und „ohne Bonitätsprüfung“ zugleich versprechen; die Verbraucherzentralen warnen dort vor versteckten Kosten.
Bei den meisten Karten in der App oder im Online-Banking unter der Rückzahlungsart: „vollständiger Einzug“ oder „100 Prozent“ statt Rate. Bei einigen Karten ist die Teilzahlung ab Vertragsbeginn aktiv, prüfen Sie die Einstellung also vor der ersten Rechnung. Bei Karten ohne automatischen Vollausgleich per Lastschrift müssen Sie die Rechnung jeden Monat selbst überweisen, sonst laufen Zinsen.
Eine Karte mit Verfügungsrahmen, also eine Charge Card oder eine echte Kreditkarte: Der Vermieter blockiert die Kaution auf der Karte, statt sie abzubuchen. Prepaid-Karten lehnen mehrere Vermieter in ihren Bedingungen ausdrücklich ab, Debitkarten werden nicht überall und nicht für jede Fahrzeugklasse akzeptiert. Der Kasko-Baustein einer Premiumkarte ersetzt die Versicherung des Vermieters in der Regel nicht, sondern erstattet nachrangig den Selbstbehalt.
Meist nicht als einziger Schutz. Entscheidend sind drei Klauseln: ob der Schutz einen Karteneinsatz für die Reise voraussetzt, ob es eine Altersgrenze gibt und wer über den Rücktransport entscheidet. Bei vielen Karten greift der Schutz nur, wenn ein Mindestanteil der Reisekosten mit der Karte bezahlt wurde. Eine eigene Jahrespolice ist für wenige Euro zu haben und kennt diese Bedingungen nicht.
Sofort sperren: über die App des Herausgebers oder den Sperr-Notruf 116 116, der rund um die Uhr erreichbar und aus dem deutschen Festnetz gebührenfrei ist (aus dem Mobilfunknetz und dem Ausland können Gebühren anfallen; ob Ihr Herausgeber teilnimmt, steht auf sperr-notruf.de). Bis zur Sperrmeldung haften Sie für missbräuchliche Umsätze nach § 675v BGB höchstens mit 50 Euro, danach gar nicht mehr – es sei denn, Sie haben vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt. Danach bei der Polizei anzeigen und die Abrechnung auf fremde Umsätze prüfen.
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Janine El-SaghirAls erfahrene Redakteurin bei der qmedia GmbH hat sich Janine El-Saghir auf den Bereich der Finanzprodukte für Verbraucher und Unternehmen spezialisiert. Sie verfügt über tiefgreifendes...Mehr erfahren