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  • Prepaid-Kreditkarte: was sie kostet und wo sie scheitert

Guthaben statt Kreditrahmen: was die verbliebenen Prepaid-Karten kosten und welche Debitkarte dasselbe umsonst kann

Die Zahl der Karten mit E-Geld-Funktion ist seit 2023 von 13,7 auf 4,9 Millionen gefallen – die Aufgabe der Prepaid-Kreditkarte übernehmen heute Debitkarten zu kostenlosen Girokonten. Was von den klassischen Prepaid-Karten geblieben ist, kostet Geld und hat Grenzen: Kaution beim Mietwagen, Offline-Terminals, Ladelimits, Guthabenschutz je nach Herausgeber. Die Karten mit Kosten, die Rechte nach dem ZAG und die Alternativen ohne Jahresgebühr.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
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Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Prepaid-Karte funktioniert nur mit vorher aufgeladenem Guthaben. Es gibt keinen Kreditrahmen, keine Zinsen und keine Kreditwürdigkeitsprüfung im Sinne eines Darlehens – aber eine Identitätsprüfung nach dem Geldwäschegesetz.
  • Die verbliebenen klassischen Prepaid-Karten kosten Geld: Die Commerzbank Prepaid Karte 39,90 Euro im Jahr, die PayCenter SupremaCard 79 Euro, die PayCenter MeineGiroKarte 123,85 Euro im ersten Jahr.
  • Guthaben bei einem E-Geld-Institut ist keine Einlage und fällt nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung; es muss getrennt verwahrt werden. Gibt eine Bank die Karte aus, ist das Guthaben gesichert.
  • Für Mietwagenkaution und Hotel sind Prepaid-Karten meist unbrauchbar: Europcar und Sixt lehnen sie ausdrücklich ab.
  • Die günstigere Alternative für dieselben Zwecke ist die Debitkarte zum kostenlosen Girokonto – Trade Republic, N26, C24 oder DKB.

Die Zahl der Karten mit E-Geld-Funktion in Deutschland ist seit 2023 von 13,7 auf 4,9 Millionen gefallen. Der Markt, den die „Prepaid-Kreditkarte“ einmal bediente – bezahlen wie mit Kreditkarte, aber nur mit eigenem Guthaben –, wird heute von Debitkarten zum Girokonto und von den Guthabenkonten der Neobanken bedient, die keine Jahresgebühr kosten. Was als klassische Prepaid-Karte übrig geblieben ist, kostet zwischen 39,90 und 143,88 Euro im ersten Jahr, ist beim Mietwagen oft unbrauchbar und bei einem E-Geld-Institut nicht gesetzlich einlagengesichert. Für wen sich eine Prepaid-Karte trotzdem eignet, welche Rechte der Karteninhaber hat und welche Alternative für welchen Zweck besser ist (Stand: 15.09.2026).

Wie eine Prepaid-Karte funktioniert – und wer sie herausgibt

Die Prepaid-Karte trägt das Logo von Visa oder Mastercard und läuft über deren Netze, aber der Herausgeber gewährt keinen Kredit. Der Karteninhaber lädt Guthaben auf, der Herausgeber tauscht es in E-Geld um und belastet jeden Umsatz sofort dem Guthaben. Rechtlich ist das nach § 3 Abs. 2 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes ein Geschäft, bei dem die entgegengenommenen Gelder „unverzüglich in E-Geld umzutauschen“ sind und „nicht als Einlagen“ gelten – sie werden deshalb auch nicht verzinst.

Wer die Karte ausgibt, entscheidet über den Schutz des Guthabens. Ist der Herausgeber eine Bank, ist das Kartenguthaben eine Einlage und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt – die Commerzbank führt ihre Prepaid-Karte in denselben Entgelttabellen wie ihre Konten und gehört dem Einlagensicherungsfonds an. Ist der Herausgeber ein E-Geld-Institut, greift das Einlagensicherungsgesetz nicht; es erfasst nur Kreditinstitute. Stattdessen muss das Institut die Kundengelder nach § 17 ZAG auf einem „gesonderten Konto bei einem Kreditinstitut“ verwahren oder durch Versicherung oder Garantie absichern; der hinterlegte Betrag gilt „im Verhältnis zu den Gläubigern des Instituts als den Kunden gehörig“. Das schützt vor der Insolvenz des Instituts, aber nicht mit der Geschwindigkeit und dem Automatismus der Einlagensicherung.

Wie das enden kann, zeigt VIABUY: Die Karte wurde von der luxemburgischen Dock Financial S.A. ausgegeben, die das Bezirksgericht Luxemburg am 23. Dezember 2024 für insolvent erklärte; die Aufsicht CSSF entzog am Folgetag die Zulassung. Kartenzahlungen waren schon seit Juni 2024 ausgesetzt, die Konten zum 10. August 2024 gekündigt. Die Karte wird auf Vergleichsseiten teils weiter geführt; einen Antrag gibt es nicht.

Was die verbliebenen Prepaid-Karten kosten

Von den einst verbreiteten Prepaid-Kreditkarten deutscher Banken sind wenige geblieben. Die Postbank führt ihre Visa Card Prepaid im Preisverzeichnis vom 01.07.2026 nicht mehr, die Wüstenrot Visa Prepaid verschwand mit der Übernahme der Wüstenrot Bank durch die Oldenburgische Landesbank 2019, Ruuky meldete im Januar 2023 Insolvenz an. Was es 2026 gibt:

Prepaid-Karten auf Guthabenbasis in Deutschland: Herausgeber, Kosten und Grenzen laut Entgeltverzeichnis und Bedingungen (Stand: 05.09.2026)
Karte Herausgeber Kosten Bargeld Guthabenschutz Besonderheit
Commerzbank Prepaid Karte Commerzbank AG (Bank) 39,90 € im Jahr; 0 € für 14- bis 17-Jährige 1,95 %, mindestens 5,98 €; Auslandseinsatz 1,75 % Einlagensicherung, Einlagensicherungsfonds nur Referenzkonto nötig, kein Commerzbank-Girokonto; Höchstladebetrag 5.000 €, für Minderjährige 500 €; keine Bonitätsabfrage
PayCenter SupremaCard PayCenter GmbH, Freising (Institut mit BaFin-Erlaubnis, kein Kreditinstitut) 79 € im Jahr; Kontofunktion optional 5 € im Monat 5 € je Abhebung, höchstens 2.500 € im Monat; Fremdwährung ohne Aufschlag § 17 ZAG (gesondertes Konto) Aufladelimit 10.000 €; P-Konto kostenfrei; „Meldung und Anfrage an die SCHUFA nicht notwendig“
PayCenter MeineGiroKarte PayCenter GmbH 123,85 € im ersten Jahr (39,90 € Aktivierung, 5,95 € Versand, 78 € Jahresentgelt), danach 78 € laut Entgeltverzeichnis § 17 ZAG dem BaFin-Kontenvergleich als Girokonto mit Debitkarte gemeldet
PayCenter JCB CardDuo PayCenter GmbH 143,88 € im ersten Jahr, danach 107,88 € laut Entgeltverzeichnis § 17 ZAG JCB-Netz, in Deutschland wenig verbreitet
Bling (Kinderkarte) Treezor (Paris, E-Geld-Institut); Bling Services GmbH als Vertrieb Lite ab 2,99 €, Plus ab 4,99 €, Max ab 8,25 € im Monat einmal im Monat frei, danach 4,99 €; Fremdwährung 2 % (Elternkarte) französische Aufsicht ACPR Karte ab 7 Jahren, Eltern-App
Quelle: Commerzbank, Bedingungen für die Prepaid Karte (01.10.2025) und Produktinformationsblatt (02/2025); PayCenter, Entgeltverzeichnisse SupremaCard, MeineGiroKarte und CardDuo, gegengeprüft im BaFin-Kontenvergleich (Meldedatum 17.08.2026); Bling, Preismodelle und Impressum – alle abgerufen am 05.09.2026, gesicherte Kopien in unserer Redaktion.

Ein Wort zu den Sparkassen und Volksbanken: Die „Mastercard Basis“ oder „Visa Basis“ der Sparkassen und die „BasicCard“ der Volksbanken werden im Alltag als Prepaid-Kreditkarten bezeichnet, sind nach ihren eigenen Bedingungen aber Debitkarten auf Guthabenbasis mit institutsabhängigem Preis – 24 bis 36 Euro im Jahr bei den geprüften Instituten, Auslandseinsatzentgelt 1,25 bis 1,80 Prozent. Die Berliner Volksbank nennt dieselbe Karte auf der Produktseite „Kreditkarte auf Guthabenbasis“ und im Preisverzeichnis „Debitkarte“. Das Begriffsdurcheinander ist kein Zufall: Wer „Kreditkarte“ sagt, verkauft leichter.

Die Alternative ohne Jahresgebühr: Debitkarten zum Guthabenkonto

Für die meisten Zwecke einer Prepaid-Karte – Online-Zahlungen, Reisen, Kostenkontrolle, Karten für Jugendliche – gibt es heute Debitkarten zu Girokonten ohne Grundgebühr, die genauso nur das vorhandene Guthaben belasten und dazu eine deutsche IBAN, Überweisungen und die Einlagensicherung einer Bank mitbringen:

  • Trade Republic: Kontoführung 0 Euro, virtuelle Karte 0 Euro, physische Karte einmalig 5 Euro (Classic) oder 50 Euro (Mirror); Abhebungen ab 100 Euro kostenlos, darunter 1 Euro; keine Fremdwährungsumrechnungsgebühr. Die Entgeltinformation weist „Kreditkarte“ und „Eingeräumte Kontoüberziehung“ als „Dienst nicht verfügbar“ aus.
  • N26 Standard: Mastercard Debit zum kostenlosen Konto; im Standard-Tarif sind zwei Euro-Abhebungen im Monat frei, jede weitere kostet 2 Euro, die physische Karte einmalig 10 Euro. Dazu gibt es die N26 Virtual Prepaid Mastercard mit 0 € Jahresgebühr.
  • bunq: Free 0 Euro ohne physische Karte, Core 3,99 Euro im Monat; bei Free kostet jede Abhebung 2,99 Euro, bei Core fünf Abhebungen je 0,99 Euro; Fremdwährung Mastercard-Kurs plus 0,5 Prozent, bei Free nur bis 1.000 Euro im Jahr, danach 1,5 Prozent.
  • Revolut Standard: Abo 0 Euro, erste Karte kostenlos zuzüglich 7,99 Euro Versand; fünf Abhebungen oder 200 Euro je rollierendem Monat frei, danach 2 Prozent, mindestens 1 Euro; Fremdwährung werktags bis 1.000 Euro im Monat ohne Aufschlag, darüber 0,5 Prozent, am Wochenende 1 Prozent.
  • Wise: Karte einmalig 7 Euro, bis 250 Euro Abhebung im Monat kostenlos, darüber 2,69 Prozent. Vertragspartnerin ist die Wise Europe SA in Brüssel, ein von der Belgischen Nationalbank zugelassenes Zahlungsinstitut – keine Bank und kein deutsches E-Geld-Institut; § 17 ZAG gilt dort nicht.
  • DKB und C24: Visa beziehungsweise Mastercard Debit zum kostenlosen Konto; bei der DKB Bargeld im Ausland für Aktivkunden ohne Entgelt, Auslandseinsatz 2,2 %; bei C24 vier Abhebungen im Monat frei, danach 2 Euro (Stiftung Warentest 4/2026, Datenstand 15.01.2026).

Die Stiftung Warentest zählt in ihrem Kartentest vier Debitkarten, die für beide Modellkunden nichts kosten – darunter Trade Republic und C24 –, und empfiehlt die Kombination aus Debitkarte zum Abheben und günstiger Kreditkarte für Online-Einkäufe und Reisen. Was dabei zu beachten ist: Trade Republic und Revolut nennen in ihren Datenschutzerklärungen Auskunfteien als Empfänger beziehungsweise Datenquelle, bunq prüft die Bonität, sobald ein Kreditrahmen beantragt wird – für die reine Guthabenkarte ist das keine Kreditentscheidung, aber auch nicht „ohne Auskunftei“. Wer ausdrücklich ohne jede Auskunftei auskommen will, findet die Wege auf der Seite zur Kreditkarte ohne Schufa.

Wo Guthabenkarten scheitern: Kaution, Akzeptanz, Limits

Mietwagen und Hotel

Der Vermieter reserviert die Kaution als Sperre auf einem Verfügungsrahmen. Europcar schließt in seinen Vermietbedingungen „Prepaidkarten und Karten des Anbieters ‚Nickel‘“ ausdrücklich aus und akzeptiert Debitkarten von Visa und Mastercard nur „für PKW bis einschließlich der Kategorie Fullsize Elite“; Sixt lehnt Prepaid-, Geschenk- und virtuelle Karten ab; Hertz „begrüßt die Verwendung von Debitkarten an allen Vermietstationen“. Die Commerzbank sieht in ihren Prepaid-Bedingungen Vorautorisierungen „für Mietwagenkautionsleistungen oder in Hotels“ zwar ausdrücklich vor – der Einsatz ist aber „nur bei online autorisierenden Akzeptanzstellen möglich“, und ob der Vermieter die Karte annimmt, entscheidet er. Die Verbraucherzentrale rät, für Hotel- oder Mietwagenbuchungen „besser eine echte Kreditkarte“ mitzunehmen. Was am Schalter im Detail gilt, steht auf der Seite zur Kreditkarte mit Mietwagenversicherung.

Akzeptanz

Händler dürfen Kartenkategorien getrennt annehmen: Die Mastercard-Regeln (Ausgabe vom 2. Juni 2026, Regel 5.11.1 für Europa) trennen die Annahmepflicht nach Credit, Debit und Prepaid, ein Händler darf also Prepaid-Karten ausschließen. Offline-Terminals ohne Online-Autorisierung – in Flugzeugen, manchen Parkhäusern und Automaten – funktionieren mit Guthabenkarten nicht, weil das Guthaben nicht geprüft werden kann; bunq erlaubt Offline-Zahlungen bis 250 Euro, die Commerzbank schließt sie aus.

Limits und Entgelte

Prepaid-Karten haben Ladelimits (Commerzbank 5.000 Euro, SupremaCard 10.000 Euro) und Tageslimits, und die Entgeltlisten der E-Geld-Institute sind lang: Aktivierung, Versand, Jahresentgelt, Abhebung, Ersatzkarte, Inaktivität. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Angeboten, die Menschen mit schwacher Bonität eine „schufafreie“ Kreditkarte versprechen und für 99,80 bis 149,90 Euro Ausgabegebühr eine Prepaid-Karte per Nachnahme schicken. Gebührenpflichtige Ersatzkarten sind rechtlich angreifbar: Der Bundesgerichtshof hat 2025 eine Entgeltklausel für Ersatzkarten wegen Verstoßes gegen das Transparenzgebot für unwirksam erklärt – obwohl die Bank einen Verschuldensvorbehalt formuliert hatte.

Ihre Rechte gegenüber dem Herausgeber

Drei Regeln des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes schützen das Guthaben. Nach § 33 ZAG kann der Kunde E-Geld jederzeit zum Nennwert zurücktauschen, auch in Teilbeträgen; ein Entgelt darf das Institut nur in drei gesetzlich bestimmten Fällen verlangen, und es muss „in einem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlich entstandenen Kosten“ stehen; zum Nachteil von Verbrauchern darf davon nicht abgewichen werden. Nach § 17 ZAG sind die Kundengelder getrennt zu verwahren. Und die Identifizierung vor der Kontoeröffnung ist nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 GwG Pflicht – eine Prepaid-Karte „ohne Ausweis“ gibt es nur in den engen Grenzen des § 25i KWG: nicht wiederaufladbar oder auf 150 Euro im Monat begrenzt, nur im Inland, ohne Barauszahlung über 50 Euro, alle Bedingungen zusammen.

Für die Vertragsbedingungen gilt dasselbe wie bei jeder Bank: Klauseln, nach denen Änderungen als genehmigt gelten, wenn der Kunde schweigt, sind nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom April 2021 im Verbrauchergeschäft unwirksam. Und nach § 312a Abs. 4 BGB muss ein Händler mindestens eine gängige und zumutbare Zahlungsmöglichkeit ohne Aufschlag anbieten – ein Aufschlag für die Kartenzahlung ist damit die Ausnahme, nicht die Regel.

Für wen sich eine Prepaid-Karte 2026 noch eignet

Drei Gruppen bleiben, für die die klassische Prepaid-Karte einen Sinn hat. Erstens Jugendliche ab 14: Die Commerzbank Prepaid Karte ist für 14- bis 17-Jährige kostenlos, mit 500 Euro Höchstladebetrag, und Bling richtet sich mit Eltern-App an Kinder ab sieben. Zweitens Menschen, die mit einem Pfändungsschutzkonto leben oder keine Kontoeröffnung bei einer Bank erreichen: Die SupremaCard nennt sich ausdrücklich „P-Konto kostenfrei“ und fragt keine Auskunftei ab. Drittens Unternehmen, die Mitarbeitern eine Karte mit festem Budget geben wollen, ohne einen Kreditrahmen zu eröffnen – dafür sind aber die Firmenkarten-Angebote der Neobanken meist günstiger.

Für alle anderen ist die Rechnung einfach: 39,90 bis 143,88 Euro im Jahr für eine Prepaid-Karte stehen 0 Euro für eine Debitkarte zum Guthabenkonto gegenüber, die dasselbe kann und dazu eine IBAN und die Einlagensicherung einer Bank hat. Wer eine Karte für Kaution und Reise braucht, kommt um eine Karte mit Kreditrahmen nicht herum – die Übersicht der Kartenarten steht auf der Startseite des Kreditkarten-Vergleichs.

Welche Guthabenkarte zu welchem Zweck passt

Entscheidungshilfe Guthabenkarten: Zweck, passende Kartenart und die Grenze, die zu prüfen ist (Stand: 15.09.2026)
Ihr Zweck Passende Lösung Vorher prüfen
Online-Zahlungen und Alltag ohne Kreditrahmen Debitkarte zum kostenlosen Girokonto (Trade Republic, N26, C24, DKB) Abhebungsentgelte und Fremdwährungsaufschlag der Debitkarte
Karte für Jugendliche Commerzbank Prepaid Karte (0 € bis 17) oder Bling Ladelimit 500 €; Elternkarte-Entgelte bei Bling
Pfändungsschutz, keine Bankverbindung möglich SupremaCard mit P-Konto-Funktion oder Basiskonto nach ZKG 79 € Jahresentgelt gegen das gebührenreduzierte Basiskonto rechnen
Reise mit Mietwagen oder Hotelkaution Charge Card oder echte Kreditkarte mit Rahmen Prepaid wird abgelehnt, Debit nur eingeschränkt akzeptiert
Kostenkontrolle für Mitarbeiter Firmenkarten der Neobanken oder Prepaid-Firmenkarte Entgelte je Karte, Ladelimits, Buchhaltungsschnittstelle
Die Konditionen aller Karten liefert der Vergleich am Seitenanfang.

Häufige Fragen zur Prepaid-Kreditkarte

Ist eine Prepaid-Karte eine Kreditkarte?

Nein. Sie trägt das Logo eines Kartennetzes und läuft über dessen Terminals, gewährt aber keinen Kredit: Bezahlt wird nur, was vorher aufgeladen wurde. Rechtlich ist das Guthaben E-Geld nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, bei einer Bank als Herausgeber eine Einlage.

Ist mein Guthaben bei einer Prepaid-Karte sicher?

Bei einer Bank als Herausgeber ja, bis 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung. Bei einem E-Geld-Institut muss das Guthaben nach § 17 ZAG getrennt verwahrt oder versichert sein; es fällt nicht unter die Einlagensicherung. Bei der Insolvenz des Herausgebers VIABUY Ende 2024 wurden Zahlungen schon Monate vorher ausgesetzt – das Guthaben war geschützt, aber nicht sofort verfügbar.

Kann ich mit einer Prepaid-Karte einen Mietwagen buchen?

Online oft ja, am Schalter meist nicht: Europcar und Sixt schließen Prepaid-Karten für die Kaution ausdrücklich aus, weil sie einen Verfügungsrahmen sperren wollen. Debitkarten werden bei Hertz überall und bei Europcar bis zur Kategorie Fullsize Elite akzeptiert. Für die Kaution ist eine Karte mit Kreditrahmen die verlässliche Wahl.

Gibt es Prepaid-Karten ohne Ausweis?

Nur in den engen Grenzen des § 25i KWG: nicht wiederaufladbar oder auf 150 Euro im Monat begrenzt, nur im Inland, ohne Barauszahlung über 50 Euro – alle Bedingungen zusammen. Jede vollwertige Karte verlangt die Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz, meist per Video- oder Postident.

Was ist der Unterschied zur Debitkarte?

Beide belasten nur vorhandenes Guthaben. Die Debitkarte hängt an einem Girokonto mit IBAN, Überweisungen und Einlagensicherung und kostet bei vielen Banken nichts; die Prepaid-Karte ist ein eigenes Guthabenkonto beim Kartenherausgeber mit Ladelimits und meist mit Jahresentgelt. Die Sparkassen und Volksbanken nennen ihre Guthabenkarten selbst Debitkarten.

Kann ich mein Guthaben jederzeit zurückholen?

Ja. Nach § 33 ZAG muss das Institut E-Geld jederzeit zum Nennwert zurücktauschen, auch in Teilbeträgen. Ein Entgelt dafür ist nur in drei gesetzlich bestimmten Fällen erlaubt und muss den tatsächlichen Kosten entsprechen; Klauseln zum Nachteil von Verbrauchern sind unwirksam.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Als erfahrene Redakteurin bei der qmedia GmbH hat sich Janine El-Saghir auf den Bereich der Finanzprodukte für Verbraucher und Unternehmen spezialisiert. Sie verfügt über tiefgreifendes...
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