Anzeige - Sämtliche Inhalte dieser Seite sind ein Angebot des Anzeigenpartners. Für den Inhalt ist der Anzeigenpartner verantwortlich.
  • Home
  • Firmenkreditkarte für Mitarbeitende: Kosten und Haftung

Karten fürs Team: Kosten, Limits, Haftung

Sobald mehr als eine Person im Unternehmen bezahlt, wird aus der Kartenfrage eine Prozessfrage. Drei Modelle stehen zur Wahl: Zusatzkarten unter einer Hauptkarte, eigene Karten unter einem gemeinsamen Kreditrahmen oder ein zentrales Reisestellenkonto ganz ohne physische Karte. Der Ratgeber rechnet die Kosten für zehn Karten durch, ordnet Limits und Zahlungsziele und zeigt, wo im Vertrag steht, wer bei Missbrauch einsteht.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Geprüft von
Erkan Boga
American Express Business Gold
Jahresgebühr
0 €
175 € ab 2. Jahr
Bargeld
4 %
mind. 5 €
150 € StartguthabenNach Belastungen mit Ihrer Business Gold Karte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 5.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 150 € auf Ihr Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate mit der nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
im 1. Jahr ohne Grundgebühr
Kostenlos: bis zu 99 Zusatzkarten
Viele Reiseversicherungen inkludiert
Rabatt auf Priority Pass Standard Mitgliedschaft
Kostenpflichtige Bargeldabhebung
American Express Business Platinum Card
Jahresgebühr
850 €
Bargeld
4 %
mind. 5 €
200 € Startguthaben + 15.000 Membership Rewards PunkteNach Belastungen mit Ihrer Business Platinum Hauptkarte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 10.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 200 € auf Ihr Kartenkonto. Zusätzlich bekommen Sie nach Belastungen mit Ihrer Karte von mindestens 15.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb des 4. bis 6. Monats nach Kartenerhalt eine Gutschrift in Höhe von 15.000 Membership Rewards® Punkten auf Ihr Kartenkonto. Die erste Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate und die zweite Gutschrift nach Ablauf der ersten 6 Monate mit der jeweils nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
über 1.000 € jährliches Reise-, Coworkig- & Technologieguthaben
2 x Priority Pass Prestige Mitgliedschaften
Viele Reiseversicherungen inkludiert
Flexible Rückzahlungsoptionen
Hohe Gebühren für Bargeldabhebungen
Fremdwährungsgebühr
Miles & More Gold Business
Jahresgebühr
138 €
Bargeld
2 %
mind. 5 €
eff. Jahreszins
10,05 %
4.000 Meilen und 40 Points Willkommensbonus
1 Meile je 1 € Kartenumsatz
Großes Bonusprogramm
Viele Versicherungen
Meilen verfallen nicht solange die Karte aktiv ist
Hohe Jahresgebühr
Miles & More Blue Business
Jahresgebühr
66 €
Bargeld
2 %
mind. 5 €
eff. Jahreszins
10,05 %
1.000 Meilen und 40 Points Willkommensbonus
1 Meile je 1 € Kartenumsatz
Großes Bonusprogramm
Meilen verfallen nicht solange die Karte aktiv ist
Gebührenpflichtige Bargeldabhebung
Fehlende Versicherungen
Deutsche Bank BusinessCard
Jahresgebühr
29 €
Bargeld
2,5 %
mind. 5,75 €
Deutsche Bank BusinessCard PlusPaket
Jahresgebühr
79 €
Bargeld
2,5 %
Commerzbank Business Premium
Jahresgebühr
79,90 €
Bargeld
1,95 %
mind. 5,98 €
eff. Jahreszins
10,2 %
0,55 % Cashback auf alle Umsätze
Versicherungsschutz im In- und Ausland
Gebühren für Bargeldabhebungen
Qonto One Card
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
2 €
Kartenzahlungen bis zu 20.000 € pro Kalendermonat
Deutsche IBAN über das verknüpfte Qonto Geschäftskonto verfügbar
Anpassbare Zahlungslimits und Echtzeitbenachrichtigungen
Eine Bargeldabhebung pro Monat inklusive
Nur in Kombination mit einem kostenpflichtigem Geschäftskonto erhältlich ( ab 9 € pro Monat)
Gebühren für Bargeldabhebungen

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für mehrere Mitarbeitende gibt es drei Wege: Zusatzkarten unter einer Hauptkarte, eigene Karten unter einem gemeinsamen Kreditrahmen oder ein zentrales Konto ganz ohne Karte für Reisebuchungen.
  • Der Preis je weiterer Karte ist der Posten, der mit der Mitarbeiterzahl wächst: American Express gibt Zusatzkarten zur Business Gold Card für 0 € aus, Miles & More berechnet für jede weitere Gold Credit Card Business 94,80 €.
  • Die Haftung folgt dem Vertrag: Läuft er auf das Unternehmen, schuldet das Unternehmen. Schließt der Mitarbeiter selbst ab, schuldet er – und hat gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen (§ 670 BGB).
  • Zahlungsziele reichen von 10 Tagen bei der Deutsche Bank BusinessCard über 50 bei der Business Gold Card bis zu 58 Tagen bei der Business Platinum Card.
  • Ein Reisestellenkonto ist eine virtuelle Firmenkreditkarte ohne physische Karte: Flüge, Bahn und Hotels laufen zentral, Mitarbeitende strecken nichts vor, abgerechnet wird gesammelt.

Sobald mehr als eine Person im Unternehmen bezahlt, wird aus der Kartenfrage eine Prozessfrage. Die Jahresgebühr der Hauptkarte fällt dann kaum noch ins Gewicht; entscheidend werden der Preis jeder weiteren Karte, die Verteilung des Kreditrahmens auf die Mitarbeitenden, die Klarheit darüber, wer im Missbrauchsfall haftet, und die Frage, wie viel Arbeit die Spesenabrechnung nach der Umstellung noch macht. Dieser Ratgeber ordnet die drei gängigen Ausstattungsmodelle, rechnet die Kosten für vier bis fünfzig Karten und zeigt, an welcher Stelle im Vertrag die Haftung geregelt ist. Für Karten zur privaten Nutzung führt der Kreditkarten-Vergleich durch dieselben Fragen (Stand: 16.09.2026).

Drei Wege, Mitarbeitende mit Karten auszustatten

Die Anbieter lösen dieselbe Aufgabe auf drei verschiedene Arten. Welche passt, hängt weniger an der Größe des Unternehmens als daran, wofür gezahlt wird.

Zusatzkarten unter einer Hauptkarte. Ein Vertrag, eine Abrechnung, mehrere Karten. American Express nennt für die Business Gold Card bis zu 99 kostenfreie Zusatzkarten für Mitarbeitende; bei der Business Platinum Card sind es ebenfalls 99, davon eine weitere Business Platinum Card und 98 Business Gold Cards. Für jede Karte lässt sich ein eigenes Limit setzen. Dieses Modell ist im Aufbau das einfachste und im Preis je Karte das günstigste – es setzt allerdings voraus, dass eine Person die Hauptkarte hält und damit im Mittelpunkt der Vertragsbeziehung steht.

Eigene Karten unter einem gemeinsamen Rahmen. Das Unternehmen schließt eine Rahmenvereinbarung, danach bekommt jede berechtigte Person eine eigene Karte. Miles & More beschreibt das Modell so: Der übergreifende Kreditrahmen lässt sich individuell auf die Karten der Mitarbeitenden verteilen, die Verwaltung liegt zentral im Unternehmen, abgerechnet wird über ein Firmenkonto. Der Preis je Karte ist hier höher – 94,80 € für die Gold Credit Card Business, 52,80 € für die Blue Credit Card Business –, dafür ist die Steuerung feiner und die Vertragslage klarer.

Ein zentrales Konto ohne Karte. Für Reisekosten gibt es ein Produkt, das gar keine Karte ausgibt. American Express beschreibt das Reisestellenkonto, den Business Travel Account, als virtuelle Firmenkreditkarte, über die die Reisekosten des Unternehmens auf einem zentralen Konto laufen. Mitarbeitende buchen wie gewohnt über das Geschäftsreisebüro oder ein Buchungsportal, müssen nichts vorstrecken und reichen keine Reiseabrechnung ein; das Unternehmen erhält eine gesammelte Abrechnung mit einem Zahlungsziel von 28 Tagen. Für Flüge, Bahn und Hotels ersetzt das den Kartenstapel – für Restaurant, Tankstelle und Taxi nicht.

Die Modelle schließen sich nicht aus

In der Praxis kombinieren viele Unternehmen: Reisebuchungen laufen zentral, die Ausgaben vor Ort über persönliche Karten mit engen Limits, wiederkehrende Abos über virtuelle Karten je Zweck. Entscheidend ist, dass für jede Ausgabenart klar ist, welcher Weg vorgesehen ist – sonst entsteht genau die Mischung, die die Buchhaltung anschließend auseinandersortiert.

Was jede weitere Karte kostet

Für ein Unternehmen mit mehreren Kartennutzern ist das der Posten, der die Rechnung bestimmt. Die Spannweite ist erheblich.

Karten für mehrere Mitarbeitende: Grundpreis der ersten Karte, Preis jeder weiteren Karte und Gesamtkosten bei zehn Karten; Preise aus unserer eigenen Produktdatenbank (Stand: 16.09.2026)
Karte Erste Karte je Jahr Jede weitere Karte je Jahr Zehn Karten je Jahr
American Express Business Gold 175 € 0 € 175 Euro
American Express Business Platinum Card 850 € 0 € 850 Euro
Miles & More Blue Credit Card Business 66 € 52,80 € 541,20 Euro
Miles & More Gold Credit Card Business 138 € 94,80 € 991,20 Euro
Qonto One Card im Tarif enthalten 60 € 540 Euro zuzüglich Kontotarif
Deutsche Bank BusinessCard 29 € je Karte derselbe Preis 290 Euro
Deutsche Bank BusinessCard Direct 24 € 24 € 240 Euro
Preise aus unserer eigenen Produktdatenbank, abgerufen am 16.09.2026; Spalte „Zehn Karten“ eigene Berechnung aus erster Karte und neun weiteren Karten, ohne Kontoentgelte und ohne die Nachlässe im ersten Jahr. Bei Zahlungsdienstleistern kommen Beträge teils zuzüglich Umsatzsteuer und zusätzlich der Tarifpreis des Kontos hinzu.

Die Rechnung zeigt, warum die Jahresgebühr der Hauptkarte in einem Team wenig aussagt. Die Business Platinum Card kostet als Einzelkarte ein Vielfaches der Miles & More Gold Credit Card Business – bei zehn Karten kehrt sich das um, weil American Express die Zusatzkarten ohne Aufpreis ausgibt. Umgekehrt kauft der höhere Preis bei Miles & More eine Struktur, die die Zusatzkarte nicht hat: eigene Verträge je Karte unter einem Rahmen, den das Unternehmen selbst aufteilt.

Zwei Posten fehlen in der Tabelle bewusst, weil sie am Konto hängen und nicht an der Karte. Bei den Zahlungsdienstleistern kommt der Tarifpreis des Geschäftskontos hinzu; virtuelle Karten kosten bei Qonto nach der Preisseite des Anbieters je nach Tarif 1 oder 2 Euro im Monat. Und bei den Banken ist die Karte in einzelnen Kontomodellen bereits enthalten – die Deutsche Bank weist das im Preis- und Leistungsverzeichnis aus.

Ein Kreditrahmen für alle: wie Limits verteilt werden

Für das Unternehmen ist der Rahmen kein Kostenposten, sondern ein Steuerungsinstrument. Er begrenzt den Schaden, wenn eine Karte missbraucht wird, und er ist die Stellschraube, mit der sich Ausgabenregeln technisch statt organisatorisch durchsetzen lassen.

Drei Ebenen sind dabei üblich. Auf der obersten steht der Gesamtrahmen des Unternehmens, den der Herausgeber nach Bonität und Umsatz festlegt. Darunter liegt das Limit je Karte: American Express lässt für die Hauptkarte und die Zusatzkarten individuelle Kartenlimits festlegen, Miles & More verteilt den übergreifenden Rahmen auf die Karten der Mitarbeitenden. Auf der dritten Ebene stehen Limits je Zeitraum und Vorgang – Tages- und Monatslimits für Kartenzahlungen und Bargeld. Unsere eigene Produktdatenbank führt für die Commerzbank Business Premium ein Bargeldlimit von 2.000 € je Woche, für die Business Gold Card 950 €. Reicht die Bonität für einen Kreditrahmen nicht, bleiben Karten auf Guthabenbasis – siehe Kreditkarte ohne Schufa.

Wer das ausschöpfen will, fängt bei den Ausgabenarten an, nicht bei den Personen: Ein Außendienstmitarbeiter mit Hotel- und Tankkosten braucht ein anderes Limit als eine Assistenz, die Bürobedarf bestellt. Virtuelle Karten je Zweck – eine für Software-Abos, eine für Online-Werbung – gehen einen Schritt weiter: Sie lassen sich sperren, ohne dass jemandes Karte betroffen ist, und machen die Zuordnung in der Buchhaltung eindeutig.

Wer haftet, wenn es schiefgeht

Die Frage taucht in zwei Varianten auf – wer die regulären Umsätze schuldet und wer für Missbrauch einsteht –, und beide Antworten hängen an derselben Stelle: am Vertragspartner.

Läuft der Kartenvertrag auf das Unternehmen, schuldet das Unternehmen die Umsätze. Der Mitarbeiter ist Karteninhaber, aber nicht Vertragspartner des Herausgebers; er schuldet dem Arbeitgeber die Einhaltung der internen Regeln. Nutzt er die Karte entgegen der Dienstanweisung privat, ist das ein arbeitsrechtlicher Vorgang zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer – gegenüber dem Herausgeber bleibt das Unternehmen in der Pflicht.

Schließt der Mitarbeiter den Kartenvertrag selbst und lässt sich die Ausgaben erstatten, kehrt sich das um: Er schuldet dem Herausgeber und hat gegen das Unternehmen einen Anspruch auf Ersatz. Die gesetzliche Grundlage ist der Aufwendungsersatz: Wer im Auftrag Aufwendungen macht, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, kann sie ersetzt verlangen (§ 670 BGB). Für den Mitarbeiter ist dieses Modell das unangenehmere – er trägt das Risiko, wenn die Erstattung stockt, und die Karte zählt auf seine private Bonität.

Bei Missbrauch durch Dritte greift das Zahlungsdiensterecht – aber nicht in derselben Stärke wie bei einer Privatkarte. Das Gesetz sagt es ausdrücklich: „Handelt es sich bei dem Zahlungsdienstnutzer nicht um einen Verbraucher, so können die Parteien vereinbaren, dass … die §§ 675p sowie 675v bis 676 ganz oder teilweise nicht anzuwenden sind; sie können auch andere als die in § 676b Absatz 2 und 4 vorgesehenen Fristen vereinbaren“ (§ 675e Abs. 4 BGB). Genau dort stehen die Haftungsgrenzen bei nicht autorisierten Zahlungen und die Anzeigefristen. Für eine Firmenkarte sind deshalb die Bedingungen des Herausgebers die maßgebliche Quelle, nicht das, was von der privaten Karte bekannt ist. Zwei Punkte gehören vor Vertragsschluss gelesen: die Frist, innerhalb derer ein unberechtigter Umsatz angezeigt werden muss, und die Frage, ab wann grobe Fahrlässigkeit angenommen wird.

Bei einer GmbH bleibt die Gesellschaft Schuldnerin; der Geschäftsführer haftet nur, wenn er persönlich mitunterschrieben hat oder seine Pflichten verletzt. Eine Mithaftungserklärung ist bei jungen oder kleinen Gesellschaften nicht ungewöhnlich – sie steht im Antrag, nicht im Prospekt.

Der Spesenprozess: wo die Karte Arbeit spart

Der wirtschaftliche Hebel liegt seltener im Kartenpreis als in der Zeit, die zwischen Ausgabe und Buchung vergeht. Drei Schritte fallen weg oder bleiben.

Die Auslage. Zahlt der Mitarbeiter privat vor, entsteht eine Forderung an das Unternehmen, die erfasst, geprüft und erstattet werden muss. Mit einer Firmenkarte entfällt dieser Vorgang vollständig. American Express nennt das als eigenen Punkt beim Reisestellenkonto: Mitarbeitende müssen keine großen Reiseausgaben vorstrecken.

Der Beleg. Er fällt nicht weg. Für den Vorsteuerabzug bleibt die Rechnung des Leistenden mit den gesetzlichen Pflichtangaben maßgeblich; der Kartenbeleg genügt nicht. Was sich ändert, ist der Weg: Lässt sich der Beleg direkt zur Kartenbuchung hochladen, ist die Zuordnung erledigt, bevor der Monat vorbei ist.

Die Buchung. Hier entscheidet die Schnittstelle zur Buchhaltung. Eine Monatsabrechnung der Charge Card ist ein Sammelbeleg mit Einzelpositionen, Debitkartenumsätze erscheinen einzeln im Kontoauszug. Beides lässt sich automatisieren, aber nicht auf dieselbe Weise – die Frage gehört an den Anfang der Auswahl, nicht ans Ende.

Zahlungsziel und Liquidität

Für ein Unternehmen mit Vorleistungen ist das Zahlungsziel der Grund, eine Karte mit Gebühr einer kostenlosen Debitkarte vorzuziehen. Es verschiebt den Abfluss, ohne Zinsen auszulösen.

Die Spanne ist groß. Die Deutsche Bank BusinessCard räumt nach der Umsatzabrechnung 10 Tage ein, die Variante mit PlusPaket 20 Tage. Die Miles-&-More-Karten für Unternehmen führen 30 zinsfreie Tage. American Express nennt für die Business Gold Card bis zu 50 und für die Business Platinum Card 58 Tage, jeweils gerechnet vom Einkauf bis zur Belastung. Beim Reisestellenkonto sind es 28 Tage nach Abrechnungsstellung.

Bei einer Debitkarte gibt es diesen Effekt nicht: Der Betrag geht sofort ab. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen einer kostenlosen Business-Debitkarte und einer Charge Card mit Gebühr – nicht die Akzeptanz und nicht das Aussehen der Karte.

Vom Zahlungsziel zu trennen ist der Kreditrahmen, der über den Abrechnungstag hinaus stehen bleibt. Der kostet: Unsere eigene Produktdatenbank führt für die Commerzbank Business Premium 10,2 % und für die Miles & More Gold Credit Card Business 10,05 %. Als Betriebsmittelfinanzierung ist eine Kreditkarte damit die teuerste Linie im Haus.

Versicherungen auf der Dienstreise: was die Karte abdeckt

Bei Karten für Reisende ist das Versicherungspaket der Teil des Preises, der sich am ehesten rechnet – und der am häufigsten falsch verstanden wird. Drei Fragen entscheiden darüber, ob es im Ernstfall trägt.

Gilt es für alle Kartennutzer? Bei Zusatzkarten ist das nicht selbstverständlich. American Express nennt die Versicherungsleistungen der Business-Karten – Reisekomfortschutz, Mietwagen-Vollkasko-Versicherung, Kfz-Schutzbrief und Auslandskrankenversicherung – ausdrücklich unter der Voraussetzung, dass die Reise mit der jeweiligen American Express Business Karte bezahlt wurde. Wer die Reise über ein zentrales Konto bucht und vor Ort mit einer anderen Karte zahlt, sollte prüfen, welcher Vertrag dann greift.

Ist es an den Karteneinsatz gebunden? Diese Klausel ist der häufigste Grund, aus dem eine Leistung abgelehnt wird. Sie verlangt, dass ein bestimmter Anteil der Reisekosten mit der Karte bezahlt wurde – im Firmenkontext ein realistisches Risiko, weil Flüge oft über das Reisebüro und Hotels über ein Portal laufen. Welche Klauseln bei welcher Karte gelten, steht im Detail im Ratgeber zur Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung. Wie die Klausel bei den Lufthansa-Karten auf Dienstreisen greift, zeigt Miles & More Kreditkarte: Meilen, Status, Dienstreise.

Deckt der Mietwagenschutz die Kasko oder nur die Haftpflicht? Die Deutsche Bank führt die Mietwagen-Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung ausschließlich bei der BusinessCard mit PlusPaket, ebenso die Fluggepäck-, Flugreiseverspätungs- und Reiseunfallversicherung; die einfachen Varianten haben sie nicht. Was ein Kasko-Baustein der Karte tatsächlich ersetzt und wo er nachrangig leistet, steht im Ratgeber zur Kreditkarte mit Mietwagenversicherung.

Für die Auswahl heißt das: Das Versicherungspaket rechtfertigt einen Aufpreis nur, wenn es die Personen abdeckt, die tatsächlich reisen, und wenn der Buchungsweg im Unternehmen zu den Bedingungen passt. Andernfalls ist die günstigere Karte plus eine Gruppenreiseversicherung die belastbarere Lösung.

Welches Modell zu welcher Unternehmensgröße passt

Ausstattungsmodell nach Zahl und Art der Kartennutzer (Stand: 16.09.2026)
Ausgangslage Passendes Modell Entscheidende Frage
Geschäftsführung plus zwei bis fünf Mitarbeitende Zusatzkarten unter einer Hauptkarte Sind die Zusatzkarten kostenfrei, und lassen sich Limits je Karte setzen?
Mehrere Abteilungen, eigene Budgets Eigene Karten unter einem gemeinsamen Rahmen Lässt sich der Rahmen frei auf die Karten verteilen, und wer darf das ändern?
Viele Reisende, wenige Vor-Ort-Ausgaben Zentrales Reisestellenkonto, ergänzt um wenige Karten Läuft die Buchung über ein Reisebüro oder Portal, das das Konto unterstützt?
Abos und laufende Online-Kosten Virtuelle Karten je Budget Lässt sich eine einzelne Karte sperren, ohne dass jemandes Zahlungsmittel betroffen ist?
Angespannte Liquidität Charge Card mit langem Zahlungsziel Reicht das Zahlungsziel, oder wird tatsächlich ein Kredit gebraucht?
Eigene Zuordnung nach den Produktbeschreibungen der Anbieter, Stand 16.09.2026.

Eine allgemeingültige Reihenfolge gibt es nicht, und sie wäre für ein Unternehmen auch wenig wert: Die Karte, die bei zehn Reisenden die günstigste ist, ist bei zehn Innendienstmitarbeitern die falsche. Was sich allgemein sagen lässt: Die Kosten steigen mit der Zahl der Karten, die Ersparnis steigt mit dem Anteil der Ausgaben, der den Weg über die Auslage nicht mehr nimmt.

Häufige Fragen zur Firmenkreditkarte für Mitarbeitende

Wer haftet bei einer Firmenkreditkarte für Mitarbeitende?

Der Vertragspartner des Herausgebers. Läuft der Kartenvertrag auf das Unternehmen, schuldet das Unternehmen die Umsätze – auch dann, wenn ein Mitarbeiter entgegen der Dienstanweisung gezahlt hat; das ist anschließend ein arbeitsrechtlicher Vorgang. Schließt der Mitarbeiter den Vertrag selbst, schuldet er dem Herausgeber und kann vom Unternehmen den Ersatz seiner Aufwendungen verlangen (§ 670 BGB).

Wie viele Mitarbeiterkarten sind möglich?

Bei American Express sind es für die Business Gold Card und die Business Platinum Card jeweils bis zu 99 Zusatzkarten. Bei Programmen mit gemeinsamem Kreditrahmen begrenzt in der Praxis der Rahmen, nicht eine feste Kartenzahl. Bei Zahlungsdienstleistern hängt die Zahl am Tarif des Geschäftskontos.

Was kostet eine zusätzliche Mitarbeiterkarte?

Die Spanne reicht von 0 € für eine Zusatzkarte zur American Express Business Gold bis zu 94,80 € für jede weitere Miles & More Gold Credit Card Business. Bei Qonto kostet jede weitere physische One Card 60 € im Jahr.

Was ist ein Reisestellenkonto?

Eine virtuelle Firmenkreditkarte ohne physische Karte: Flüge, Bahnfahrten und Hotels werden über ein zentrales Konto des Unternehmens abgerechnet. Mitarbeitende buchen wie gewohnt und strecken nichts vor, das Unternehmen erhält eine gesammelte Abrechnung. American Express bietet es als Business Travel Account und als Invoice-Variante an, mit einem Zahlungsziel von 28 Tagen nach Abrechnungsstellung.

Lässt sich das Limit je Mitarbeiterkarte einzeln festlegen?

Bei den hier verglichenen Modellen ja. American Express lässt für Haupt- und Zusatzkarten individuelle Kartenlimits setzen; Miles & More verteilt den übergreifenden Kreditrahmen auf die Karten der Mitarbeitenden. Zusätzlich gibt es bei den meisten Karten Tages- und Monatslimits für Kartenzahlung und Bargeld.

Kann ein Mitarbeiter ohne Kontovollmacht eine Karte bekommen?

Ja, das ist bei mehreren Anbietern ausdrücklich vorgesehen. Die Postbank bewirbt die Business Card plus als Debitkarte für Mitarbeitende ohne Kontovollmacht; auch die Deutsche Bank nennt für BusinessCard und BusinessCard Direct Mitarbeitende neben Kontoinhaber und Kontobevollmächtigten als Kartennutzer.

Über die Autoren
Janine El-Saghir Als erfahrene Redakteurin bei der qmedia GmbH hat sich Janine El-Saghir auf den Bereich der Finanzprodukte für Verbraucher und Unternehmen spezialisiert. Sie verfügt über tiefgreifendes...
Erkan Boga Mehr erfahren