Was die Karte auf einer Dienstreise wirklich leistet
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- Miles & More führt zwei Währungen auf einem Konto: Prämienmeilen für Prämien und Points für den Vielfliegerstatus. Kartenumsätze bringen Prämienmeilen.
- Die Brücke zwischen beiden ist der Meilentausch: Inhaberinnen und Inhaber der Gold Credit Card und der Statuskarten dürfen einmal je Kalenderjahr bis zu 25.000 Prämienmeilen in 100 Points und 100 Qualifying Points umwandeln.
- Das Versicherungspaket der Gold Credit Card gilt ausdrücklich auch für Geschäftsreisen. Reiserücktritt, Reiseabbruch und die Mietwagen-Zusatzversicherung setzen aber voraus, dass die Reise vollständig über die Karte bezahlt wurde.
- Unabhängig vom Karteneinsatz greifen die Reise-Krankenversicherung mit Rücktransport und die Reise-Assistance – die beiden Leistungen, die auch auf einer von der Firma gebuchten Reise tragen.
- Selbstständige und Freiberufler können die privaten Karten mit Teilzahlungsfunktion nicht beantragen; für sie sieht die Deutsche Bank die Business-Varianten vor.
Für Vielfliegende ist die Kreditkarte selten die Hauptsache – die Meilen sind es. Genau deshalb lohnt sich ein Blick darauf, was eine Miles-&-More-Karte auf einer Dienstreise tatsächlich beiträgt: Sie sammelt Prämienmeilen auf jeden Umsatz, sie kann einmal im Jahr Meilen in Statuspunkte verwandeln, und sie bringt ein Versicherungspaket mit, das für Geschäftsreisen ausdrücklich gilt. Ob dieses Paket im Schadenfall greift, entscheidet allerdings eine einzige Klausel, die in den Bedingungen unscheinbar aussieht und auf Dienstreisen regelmäßig verfehlt wird. Dieser Ratgeber ordnet die vier Karten danach ein, was sie zwischen Buchung, Abflug und Reisekostenabrechnung leisten (Stand: 16.09.2026).
Prämienmeilen und Points: zwei Währungen, ein Konto
Wer zum ersten Mal auf sein Miles-&-More-Konto schaut, sieht mehrere Zahlen und hält sie für dieselbe Größe. Das sind sie nicht. Prämienmeilen sind das Guthaben, mit dem Sie Prämien bezahlen – Flüge, Gutscheine, Hotelbuchungen oder, bei den Karten der Deutschen Bank, den monatlichen Kartenpreis. Points und Qualifying Points sind die Statuswährung: Sie entscheiden darüber, ob Sie Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Member werden und bleiben. Points sammeln sich normalerweise nur über geflogene Strecken.
Für die Kartenwahl heißt das: Jeder Euro Kartenumsatz zahlt auf die Prämienmeilen ein, nicht auf den Status. Die Sammelrate ist bei allen vier Karten im Vergleich gleich, nämlich eine Meile je 2 Euro Umsatz. Ausgenommen bleiben Entgelte und Jahresbeiträge, Bargeldverfügungen, Zinsen, Ein- und Auszahlungen sowie Überweisungen; bei Stornierungen werden gutgeschriebene Meilen wieder verrechnet. Wie viel eine so gesammelte Meile in Euro wert ist, hängt vom Einlöseweg ab – das rechnen wir hier nicht nach, weil auf der Dienstreise eine andere Frage zählt: Was bringt die Karte dem Status?
Wie die Karte auf den Vielfliegerstatus einzahlt
Genau eine Verbindung gibt es zwischen Kartenumsatz und Status, und sie ist ein Angebot der Gold Credit Card und der drei Statuskarten: der Meilentausch. Einmal je Kalenderjahr lassen sich Prämienmeilen, die im laufenden oder im vorangegangenen Kalenderjahr für Kartenumsätze gutgeschrieben wurden, in Points und Qualifying Points umwandeln – gestaffelt in fünf Paketen.
| Prämienmeilen | Points | Qualifying Points | Kartenumsatz, der dafür nötig ist |
|---|---|---|---|
| 5.000 | 20 | 20 | 10.000 € |
| 10.000 | 40 | 40 | 20.000 € |
| 15.000 | 60 | 60 | 30.000 € |
| 20.000 | 80 | 80 | 40.000 € |
| 25.000 | 100 | 100 | 50.000 € |
| Quelle: Kartenleistungen der Miles & More Gold Credit Card, abgerufen am 16.09.2026. Der Tausch ist einmal je Kalenderjahr möglich und auf 25.000 Meilen begrenzt; Willkommens-, Mehrfach- und Aktionsmeilen sind ausgeschlossen, ein bestätigter Tausch lässt sich nicht rückgängig machen. Die Umsatzspalte ergibt sich aus der Sammelrate von einer Meile je 2 Euro. | |||
Die letzte Spalte ist die interessante. Wer 50.000 Euro im Jahr über die Karte abwickelt, holt daraus 100 Qualifying Points – eine Größe, die für sich genommen keinen Status trägt, die aber am Jahresende die Lücke schließen kann, wenn ein paar Punkte zur Qualifikation oder zum Statuserhalt fehlen. Genau dafür ist der Tausch gedacht, und die Blue Credit Card kann ihn nicht.
Der zweite Weg ist der direkte Kauf. Bis zum 30.09.2026 bietet Miles & More Inhaberinnen und Inhabern einer Gold Credit Card den Frequent Traveller Status einmalig gegen eine Zahlung von 650 Euro oder 80.000 Meilen an; der so erworbene Status läuft bis zum 28.02.2027. Wer ohnehin plant, im Winterhalbjahr viel zu fliegen, verschafft sich damit vom ersten Flug an die Statusvorteile – Lounge-Zugang und erhöhte Freigepäckmenge kommen über den Status, nicht über die Karte.
Die Karten, die den Status voraussetzen
Steht der Status erst einmal, kehrt sich das Preisgefüge um. Für jeden Lufthansa-Status gibt es eine eigene Kreditkarte, und sie kostet weniger als die Gold Credit Card oder gar nichts.
| Karte | Voraussetzung | Preis je Monat | Versicherungspaket |
|---|---|---|---|
| Blue Credit Card | keine | 5,50 € | nicht enthalten |
| Gold Credit Card | keine | 11,50 € | enthalten |
| Lufthansa Frequent Traveller Credit Card | Frequent-Traveller-Status | 5,41 € | enthalten |
| Lufthansa Senator Credit Card | Senator-Status | 0,00 € | enthalten |
| Lufthansa HON Circle Credit Card | HON-Circle-Mitgliedschaft | 0,00 € | enthalten, mit höheren Summen |
| Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnis der Lufthansa Miles & More Credit Card, Stand Juli 2026, und Versicherungsbestätigung der AWP P&C S.A., abgerufen am 16.09.2026. Je Kundin oder Kunde ist nur eine Karte mit Lufthansa-Status möglich. Die HON Circle Credit Card versichert Reiserücktritt und Reiseabbruch mit 10.000 Euro statt 5.000 Euro je Reise und den Mietwagen mit 100.000 Euro statt 75.000 Euro, jeweils ohne Selbstbeteiligung. Nur die Blue und die Gold Credit Card stehen im Vergleich am Seitenanfang; die drei Statuskarten sind nicht frei beantragbar. | |||
Die Statuskarten sind damit kein Aufstieg, sondern ein Wechsel: Wer Senator wird, zahlt für dieselben Versicherungsleistungen nichts mehr. Wichtig für die Planung ist ein Detail des Willkommensbonus – die 4.000 Meilen und 40 Points, die Miles & More bis zum 31.12.2026 für eine neue Gold Credit Card gutschreibt, gibt es nur, wenn die antragstellende Person zum Zeitpunkt der Beantragung keinen Vielfliegerstatus hat. Wer den Status bereits hat, beantragt gleich die Statuskarte.
Versicherung auf der Dienstreise: die Karteneinsatz-Klausel
Das Versicherungspaket der Gold Credit Card kommt von der AWP P&C S.A., einer Gesellschaft der Allianz-Gruppe; Versicherungsnehmerin ist die Deutsche Bank AG. Für die Reiseart machen die Bedingungen eine klare Ansage: Bei einer privaten Kreditkarte gilt der Schutz „für alle Reisearten – auch Geschäftsreisen“. Bei einer Business-Kreditkarte gilt er nur für geschäftlich veranlasste Reisen.
Entscheidend ist die Übersicht zum Karteneinsatz, und sie teilt das Paket in zwei Hälften:
| Leistung | Summe | Setzt eine Kartenzahlung voraus? |
|---|---|---|
| Reiserücktritt und Reiseabbruch | bis 5.000 € je Reise, Selbstbeteiligung 10 %, mindestens 100 € | ja – die Reise muss vollständig mit der Karte bezahlt sein |
| Mietwagen-Zusatzversicherung | bis 75.000 €, Selbstbeteiligung 200 €, höchstens 30 Miettage | ja – die Anmietung muss vollständig mit der Karte bezahlt sein |
| Reise-Krankenversicherung inklusive Rücktransport | ohne Höchstsumme, nur im Ausland, bis 90 Reisetage | nein |
| Telemedizin-Service | nur im Ausland, bis 90 Reisetage | nein |
| Reise-Assistance | ohne Begrenzung der Reisedauer | nein |
| Quelle: Versicherungsbedingungen für die Lufthansa Miles & More Credit Card (AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland), Übersichten 1 bis 4, abgerufen am 16.09.2026, sowie unsere eigene Produktdatenbank. Reiserücktritt und Reiseabbruch gelten ohne Begrenzung der Reisedauer; die Reise-Krankenversicherung deckt die ersten 90 Tage einer längeren Reise. | ||
Auf einer Dienstreise stolpert man genau über die obere Hälfte. Bucht das Reisebüro des Unternehmens den Flug über ein Firmenkonto und rechnet das Hotel per Rechnung ab, ist die Reise nicht mit Ihrer Karte bezahlt – der Rücktrittsschutz greift dann nicht. Die Bedingungen mildern das an zwei Stellen ab, und beide sind für Geschäftsreisende die eigentlich nützliche Information. Erstens gilt der Schutz anteilig: Buchen Sie einzelne Bausteine – Flug, Hotel, Mietwagen – und können nur einen Teil davon mit der Karte zahlen, weil die Buchungsstelle keine Kartenzahlung annimmt, besteht der Rücktritts- und Abbruchschutz für die mit der Karte bezahlten Bausteine. Zweitens genügt bei Leistungen, die vor Reiseantritt nicht vollständig bezahlt werden können – ein Hotelaufenthalt oder ein Mietwagen –, die Hinterlegung der Karte zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung der Buchungsstelle; sie gilt als Aktivierung der Deckung und im Schadenfall als Nachweis.
Die untere Hälfte der Tabelle ist die, auf die auf einer Firmenreise Verlass ist. Reise-Krankenversicherung und Rücktransport gelten unabhängig davon, wer die Reise bezahlt hat; die Bedingungen verlangen für den Rücktransport, dass er medizinisch sinnvoll ist – eine weitere Formulierung als das „medizinisch notwendig“, das andere Bedingungswerke verwenden. Versichert sind auf einer privaten Karte neben der Karteninhaberin oder dem Karteninhaber auch Angehörige und bis zu vier weitere Mitreisende; auf einer Business-Karte sind es Angestellte der Firma, zusammen höchstens fünf Personen.
Wer zwei Kreditkarten mit Reiseversicherung im Portemonnaie hat – etwa die private Miles-&-More-Karte und eine Firmenkarte –, kann im Schadenfall nur die Leistung aus einer Karte geltend machen. Die Bedingungen der Deutschen Bank halten ausdrücklich fest, dass sich die Versicherungsleistungen aus verschiedenen Kreditkarten in keinem Fall addieren; dasselbe steht in den Bedingungen der Eurowings-Karten, dort erstattet der Versicherer den Schaden mit der jeweils höchsten Summe. Bestehen mehrere Versicherungen für denselben Schaden, zahlt jeder Versicherer nur seinen anteiligen Anteil. Wie sich Kartenversicherungen gegen eigenständige Policen schlagen, steht auf der Seite zur Kreditkarte mit Auslandskrankenversicherung.
Dienstreise abrechnen: privat gezahlt, Firma erstattet
Der praktische Weg, die Karteneinsatz-Klausel und die Meilengutschrift zugleich zu bedienen, ist die Reisekostenabrechnung: Sie zahlen die Reise privat mit der Karte, lassen sich den Betrag von der Firma erstatten und behalten Meilen und Versicherungsschutz. Ob das zulässig ist, regelt Ihre Reisekostenrichtlinie, nicht die Bank – in vielen Häusern ist es ausdrücklich erlaubt, in anderen sind Flug und Hotel dem Firmenkonto vorbehalten. Klären lässt sich das vor der nächsten Buchung, und es ist die einzige Stellschraube, an der Sie beim Versicherungsschutz einer Dienstreise wirklich drehen können.
Für die Abrechnung selbst hilft ein zweiter Punkt: Die Miles-&-More-Karten sind Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung und flexibler Teilzahlung. Das zinsfreie Zahlungsziel beträgt 30 Tage, bei den Eurowings-Karten der easybank bis zu 59 Tage. Wer die Erstattung innerhalb dieser Frist erhält, hat die Reise faktisch zwischenfinanziert, ohne dafür zu zahlen. Bleibt ein Betrag darüber hinaus offen, greift bei der Miles-&-More-Karte ein Sollzinssatz von 10,05 % im Jahr, bei den Eurowings-Karten ein effektiver Jahreszins von 21,21 %. Beides steht auf der Seite zur Kreditkarte mit Teilzahlung im Zusammenhang.
Selbstständige und Freiberufler: welche Karte überhaupt geht
An dieser Stelle trennt die Deutsche Bank die Zielgruppen, und zwar nicht beim Marketing, sondern in den Vertragsbedingungen. Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion, heißt es dort, können nur von natürlichen Personen beantragt werden, die nicht selbstständig oder freiberuflich tätig sind – und das gilt auch für die Miles-&-More-Kreditkarten zur privaten Nutzung. Für Selbstständige, Freiberufler und Gesellschaften mit einer Rahmenvereinbarung sieht das Preis- und Leistungsverzeichnis stattdessen die Business-Varianten vor: die Miles & More Blue Credit Card Business zu 5,50 Euro und die Gold Credit Card Business zu 11,50 Euro im Monat, also zu denselben Preisen wie die privaten Karten, mit demselben Versicherungspaket, aber auf geschäftlich veranlasste Reisen begrenzt.
Wer als Angestellter dienstlich unterwegs ist, hat die Wahl und fährt mit der privaten Karte beim Versicherungsschutz breiter: Sie deckt neben der Dienstreise auch den Familienurlaub. Wer selbstständig ist, prüft die Business-Variante – und findet in ihr zugleich die Antwort auf die Frage, wie Mitarbeiterkarten und Abrechnung organisiert werden. Sobald mehr als eine Person im Unternehmen bezahlt, kommen Zusatzkarten, Limits und Haftung dazu – dazu Firmenkreditkarte für Mitarbeitende.
Kurzstrecke mit Eurowings: Check-in, Fastlane, Sitzplatz
Auf innerdeutschen und europäischen Strecken zahlt die Karte nicht über die Versicherung auf sich ein, sondern über den Zeitgewinn am Flughafen. Die Eurowings Kreditkarte Premium der easybank – die deutsche Niederlassung der BAWAG, die bis zum Markenwechsel als Barclays firmierte – bringt Priority Check-in in den Tarifen SMART und BIZclass, Zugang zur Fastlane an 20 Flughäfen von Amsterdam bis Wien, eine kostenlose Sitzplatzreservierung und die kostenlose Mitnahme von Sportgepäck. Die Classic beschränkt sich auf Fastlane an fünf deutschen Flughäfen und das Sportgepäck.
Alle diese Vorteile stehen unter derselben Bedingung wie der Versicherungsschutz: Sie gelten nur für Eurowings-Flüge mit EW-Flugnummer, die über eurowings.com oder die Eurowings-App gebucht und mit der Karte bezahlt wurden; die Karte ist beim Check-in vorzuzeigen. Eine über das Firmenreisebüro gebuchte Strecke fällt heraus. Beide Karten sammeln Miles-&-More-Meilen mit derselben Rate wie die Karten der Deutschen Bank, allerdings mit der regulären Gültigkeit von 36 Monaten; die Blue und die Gold Credit Card heben den Verfall auf, solange der Kartenvertrag läuft.
Beim Versicherungsumfang liegen die beiden Eurowings-Karten auseinander. Die Classic bringt Reiserücktritt und Reiseabbruch über 5.000 €, die Premium zusätzlich medizinische Kosten und Rückführung bis 1.000.000 € sowie eine Mietwagen-Vollkasko über 75.000 € mit einer Selbstbeteiligung von 230 €. Beide Pakete decken Reisen bis 42 aufeinanderfolgende Tage und verlangen, dass die Reise im Heimatland beginnt und endet – Letzteres schließt eine Buchung aus, die erst am ausländischen Einsatzort beginnt. Der Selbstbehalt beträgt 100 Euro je Person, bei einem krankheitsbedingten Versicherungsfall 20 Prozent des erstattungsfähigen Schadens, mindestens 100 Euro.
Die Nebenkosten auf Reisen
Zwischen den vier Karten entscheidet auf einer Reise weniger die Jahresgebühr als das, was bei jedem Umsatz im Ausland anfällt.
| Karte | Preis je Jahr | Zahlen in Fremdwährung | Bargeld außerhalb Deutschlands |
|---|---|---|---|
| Miles & More Blue Credit Card | 66 € | 1,95 % | 2 %, mindestens 5 € |
| Miles & More Gold Credit Card | 138 € | 1,95 % | zwei Abhebungen je Kalenderjahr ohne Transaktionsentgelt, danach wie Blue |
| Eurowings Kreditkarte Classic | 29 € ab dem zweiten Jahr | 1,99 % | ohne Entgelt der Bank, ab 50 € |
| Eurowings Kreditkarte Premium | 99 € ab dem zweiten Jahr | 0 % | ohne Entgelt der Bank, ab 50 € |
| Preis- und Leistungsverzeichnisse der Deutschen Bank (Juli 2026) und der easybank (gültig ab 23.04.2026), abgerufen am 16.09.2026, sowie unsere eigene Produktdatenbank. Die Eurowings-Karten kosten im ersten Jahr für Neukunden 14,50 beziehungsweise 49,50 Euro. Bei den Miles-&-More-Karten kommt bei Abhebungen außerhalb des Euroraums das Auslandseinsatzentgelt hinzu; innerhalb Deutschlands verlangt die easybank 4 Prozent, mindestens 5,95 Euro. Automatenbetreiber dürfen ein eigenes Entgelt erheben. | |||
Zwei Posten lohnen auf Geschäftsreisen den zweiten Blick. Die Gold Credit Card stellt die ersten zwei Bargeldabhebungen je Kalenderjahr außerhalb Deutschlands vom Transaktionsentgelt frei – das Auslandseinsatzentgelt bleibt daneben bestehen. Und für Karteninhaberinnen und Karteninhaber der Gold Credit Card stellt Mastercard über den Dienst Flexiroam fünfmal im Kalenderjahr je 1 Gigabyte Datenvolumen für fünf Tage bereit, mit 30 Prozent Nachlass auf jedes weitere Paket – auf Reisen außerhalb der EU der Posten, der Roamingkosten spart. Dazu kommen der Marriott-Bonvoy-Silver-Elite-Status für die Laufzeit der Karte und ein Avis-Nachlass von bis zu 30 Prozent.
Welche Karte zu welchem Reiseprofil passt
| Ihr Profil | Passt am ehesten | Vorher klären |
|---|---|---|
| Angestellt, Fernreisen, Buchung über das Firmenreisebüro | Gold Credit Card | ob die Reisekostenrichtlinie die Zahlung mit der eigenen Karte zulässt – davon hängt der Rücktrittsschutz ab |
| Angestellt, Status in Reichweite | Gold Credit Card | Meilentausch: einmal je Kalenderjahr, höchstens 25.000 Meilen, nur Umsatzmeilen |
| Status bereits erreicht | Statuskarte zum jeweiligen Status | der Willkommensbonus entfällt bei bestehendem Status |
| Selbstständig oder freiberuflich | Business-Variante der Blue oder Gold Credit Card | Versicherungsschutz nur für geschäftlich veranlasste Reisen, höchstens fünf Reisende |
| Überwiegend Kurzstrecke mit Eurowings | Eurowings Kreditkarte Premium | Priority Check-in, Fastlane und Sitzplatz nur bei Buchung über eurowings.com mit Kartenzahlung |
| Meilen sammeln, Versicherung schon vorhanden | Blue Credit Card | kein Versicherungspaket; dafür verfallen die Meilen nicht, solange die Karte läuft |
| Die aktuellen Konditionen der vier frei beantragbaren Karten stehen im Vergleich am Seitenanfang. Welche Karte zu welchem Einsatz passt, ordnet die Startseite des Kreditkarten-Vergleichs; Karten mit Mietwagenschutz stehen auf der Seite zur Kreditkarte mit Mietwagenversicherung. | ||
Häufige Fragen zur Miles & More Kreditkarte auf Dienstreisen
Gilt die Versicherung der Miles-&-More-Karte auch auf Geschäftsreisen?
Bei den privaten Karten ja: Die Bedingungen nennen ausdrücklich alle Reisearten, Geschäftsreisen eingeschlossen. Bei den Business-Karten gilt der Schutz ausschließlich für geschäftlich veranlasste Reisen. Für Reiserücktritt, Reiseabbruch und die Mietwagen-Zusatzversicherung kommt in beiden Fällen die Bedingung hinzu, dass die Reise beziehungsweise die Anmietung vollständig mit der Karte bezahlt wurde.
Was gilt, wenn die Firma den Flug bezahlt hat?
Dann ist die Reise nicht über Ihre Karte bezahlt, und der Rücktritts- und Abbruchschutz greift für diesen Teil nicht. Haben Sie einzelne Bausteine – etwa Hotel oder Mietwagen – selbst mit der Karte bezahlt, besteht der Schutz für diese Bausteine. Reise-Krankenversicherung, Rücktransport, Telemedizin und Reise-Assistance gelten dagegen unabhängig davon, wer die Reise bezahlt hat.
Bringen Kartenumsätze Statusmeilen?
Nein. Kartenumsätze bringen Prämienmeilen. Der Status hängt an Points und Qualifying Points, die normalerweise aus geflogenen Strecken stammen. Die einzige Verbindung ist der Meilentausch der Gold Credit Card und der Statuskarten: einmal je Kalenderjahr bis zu 25.000 Prämienmeilen in bis zu 100 Points und 100 Qualifying Points.
Bekomme ich mit der Karte Zugang zur Lounge?
Nicht über die Karte. Der Lounge-Zugang und die erhöhte Freigepäckmenge gehören zu den Privilegien des Vielfliegerstatus; die Karte kann über den Meilentausch dazu beitragen, diesen Status zu erreichen oder zu halten. Karten mit eigenem Lounge-Programm finden Sie auf der Seite zu den Gold- und Platin-Kreditkarten.
Können Selbstständige eine private Miles-&-More-Kreditkarte beantragen?
Die Karten mit Teilzahlungsfunktion nicht: Die Bedingungen der Deutschen Bank lassen sie nur für natürliche Personen zu, die nicht selbstständig oder freiberuflich tätig sind, und das gilt auch für die privat genutzten Miles-&-More-Karten. Vorgesehen sind für diese Gruppe die Business-Varianten; sie kosten dasselbe und bringen dasselbe Versicherungspaket mit, begrenzt auf geschäftlich veranlasste Reisen.
Lohnt sich der Kauf des Frequent Traveller Status?
Das hängt davon ab, wie viele Flüge im Statuszeitraum noch anstehen. Das Angebot richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber einer Gold Credit Card, kostet 650 Euro oder 80.000 Meilen, läuft am 30.09.2026 aus und verschafft einen Status bis zum 28.02.2027. Rechnen Sie gegen, was Ihnen Lounge-Zugang, Priority-Abfertigung und Freigepäck in diesem Zeitraum tatsächlich wert sind – bei zwei Reisen ist das ein teurer Komfort, bei zwanzig eine andere Rechnung.